Klar! Die Kommerzialisierung im Fußball ist schlussendlich nicht zu stoppen, allerdings hat das Bundeskartellamt mit seinem Standpunkt pro "Sportschau" bzw. einer Rechteverwertung im Free-TV
samstags vor 20 Uhr ein klares Zeichen gesetzt, das aus meiner Sicht absolut richtig und notwendig war und zudem zeigt, dass die Einflussnahme seitens Behörden gegenüber der Wirtschaft durchaus
gegeben ist/wäre, sofern denn erwünscht.
Wie auch immer: Mit diesem Urteil geht der DFL bzw. den Bundesligisten einiges an Geld flöten. Schlussendlich werden sie aber auch nicht weniger Geld haben, als bisher. Insofern ist die
Argumentation, dass dies für die Bundesliga im internationalen Vergleich den Tod bedeutet, schon reichlich an den Haaren herbeigezogen. Bayern München verpflichtete im letzten Jahr Luca Toni und
Franck Ribery. Wolfsburg fährt diese Saison ebenso schwerste Geschütze auf. Sicherlich auch dank VW. Schlussendlich zeigt es aber, dass es Möglichkeiten abseits der TV-Vermarktung gibt, Stars
nach Deutschland zu holen und die Bundesliga auch international (was aber aus meiner Sicht unwichtig ist) konkurrenzfähige zu halten.
Genial fand ich auch die Intervention von Jay Goppingen ( Jay Goppingen - ein Schwabe erobert München ), der mal prompt
seinem Chef Kalle Rummenigge widersprach und darauf verwies, dass es zu einfach sei, die internationale Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga über Geld zu definieren. Damit hat er völlig recht! Die
meisten Bundesliga-Vereine haben keine Philosophie und arbeiten, im Vergleich zur vielzitierten internationalen Konkurrenz, nicht gerade auf dem neusten Stand.
Die Vereine, allen voran diejenigen, die eh Geld haben und die DFL, verweisen auch darauf, dass es so fast unmöglich sei Stars nach Deutschland zu holen und den Fans zu präsentieren. Aus meiner
Sicht ist dies durch den 2. Absatz schon widerlegt. Nebenbei brauchen zumindest traditionelle Fans, sondern wünschen sich ehrlichen Fußball und keinen Event-Zirkus.
Ich finde diese Intervention gut und richtig, befürchte aber, dass diese noch irgendwie verwässert wird. Die DFL und die Vereine behalten sich nämlich noch rechtliche Schritte vor...
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