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Sicherlich, es war keine Revolutionäre Idee der Verantwortlichen des VfL Wolfsburg 1.) Felix Magath zu verpflichten und 2.) ihm diese Macht zuzugestehen, zumal das sicherlich eine Bedingung von
ihm war, um überhaupt nach Wolfsburg zu gehen. Trotzdem ist und bleibt dieser Vorgang einmalig im deutschen Fußball. Magath ist nicht nur Trainer, sondern auch Sportdirektor, quasi ein
Football Manager nach englischem Vorbild.
Nach etwas stärkeren Startschwierigkeiten in die Saison, konnte der VfL mit dem gestrigen 1:0 Auswärtssieg bei Hansa Rostock, zumindest bis heute abend, auf den 7. Platz vordringen. Die Tendenz
der letzten Wochen ist klar: Der VfL hat sich binnen einer Saison von einem Abstiegskanditaten und einer grauen Maus zu einem ernsthaften Anwärter auf einen internationalen Wettbewerb gemausert.
Dort war der Verein zwar schonmal. Jetzt sind die Voraussetzungen allerdings andere. Mit Felix Magath hat man einen absoluten Fußballfachmann und Top-Trainer an Land ziehen können, der durch
seinen erweiterten Handlungsbereich dem Verein ein entsprechendes Profil verleihen konnte. Wie vielleicht in meinem vorherigen Artikel (Altegoer vs. Kuntz - Ein Duell mit einem großen Verlierer) deutlich wurde, empfinde ich das als ganz wesentlich für
jeden Fußballklub: Ein Profil, eine Spielphilosophie, eine Gesamtphilosophie, die dem Verein einen Wiedererkennungswert geben. Nur über so ein langfristig angelegtes Gesamtkonzept ist ein Verein
dauerhaft überlebensfähig und erfolgreich. Den Bayern geht das ein Stück weit ab, was allerdings ein anderes Thema ist.
Das Modell "Magath" hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Nachteilig ist ganz klar, dass man sich von einem Mann in entscheidender Position abhängig macht. Magath wird nicht ewig beim VfL sein.
Was folgt dann? Dieser Fragestellung muss sich der Verein dann sicherlich stellen. Die Philosohie, die langfristig aufgebaut wurde, weiterverfolgen, wäre eine Möglichkeit. Dafür braucht man aber
auch einen entsprechenden Nachfolger. Auf den Bäumen wachsen die sicherlich nicht.
Die Vorteile liegen aber auch auf der Hand: Es gibt kein Kompetenzgerangel zwischen Sportdirektor und Trainer, was bei anderen Vereinen durchaus Alltag ist bis hin zu Aktionen, wo Sportdirektoren
Trainer ausgebootet haben und umgekehrt. Da es eigentlich ja um Sachbezüge und Erfolg geht, sind diese Verhaltensweisen oft schwer nachvollziehbar. Oft wird dadurch ein Scherbenhaufen
hinterlassen unter dem vor allem die Fans zu leiden haben, während die entsprechend Handelnden irgendwo wieder, und recht ordentlich bezahlt, unterkommen. Und: Selbst wenn Magath Kompetenzen
abgeben sollte, so wird er sich nur jemanden an Bord holen, der die Vorstellungen von ihm unterstützt, sicher nicht unkritisch, aber doch jemand, der auf einer ähnlichen Wellenlänge
ist. Magath trägt unter dem Strich die Gesamtverantwortung. Nach dem bisherigen Saisonverlauf wurde deutlich: Er kann diese auch tragen. Sollte das Modell dauerhaft so durchgezogen werden, kann
man vom VfL als steten Anwärter auf internationale Plätze ausgehen.
Meiner Ansicht nach ist dieses Modell, sprich die Installation eines Managers nach englischem Vorbild, eine Möglichkeit, dass Vereine dauerhaft ihre Potentiale nutzen können. Gerade für
Traditionsvereine könnte dies ein neuer Weg sein. Ich denke da an Düsseldorf, Rot-Weiß Essen, Dynamo Dresden, den MSV Duisburg. Vielleicht geht es nicht einfach darum das englische Modell 1 zu 1
nach Deutschland zu übersetzen, aber doch zumindest langfristige Planungen aufzustellen und durchzuziehen (vielleicht im Sinne eines Qualitätsmanagments, das auch regelmäßige Evaluationen
enthält), Kompetenzen klar zu verteilen und nicht beim ersten Misserfolg wieder einzubrechen und in alte Muster zurückzuverfallen.
Es wird spannend sein zu sehen, wie die Karriere von Magath beim VfL weitergeht, ob dieses Modell auch bei anderen deutschen Vereinen Niederschlag finden wird und wo der VfL langfristig
steht.
Ich sehe da eine rosige Zukunft...
Was in diesen Tagen beim VfL Bochum abläuft, hat schon traurige Tradition bei
Vereinen, die auch im heutigen Fußball-Zeitalter noch in diesem Ausmaß patriarchalisch geführt werden.
Lange Zeit galt der VfL als unabsteigbar. Das ist allerdings mittlerweile 15 Jahre her. Die Bezeichnung der "Unabsteigbaren" wurde mittlerweile durch die wenig schmeichelnde Bezeichnung
"Fahrstuhlmannschaft" ersetzt und das auch mit gutem Recht: Der VfL stieg in den letzten Jahren 15 Jahren insgesamt 5 aus der Bundesliga ab. 2006 glückte der letzte Wiederaufstieg ins
Oberhaus.
Als Aufsteiger belegte man sogleich Platz 8 und auch in dieser Saison konnte der VfL bisher durchaus überzeugen, steht im gesicherten Mittelfeld. Die Kontinuität im sportlichen Bereich, die durch
Marcel Koller als Trainer in Verbindung mit Stefan Kuntz als Sportmanager und Identifikationsfigur der VfL-Fans (immerhin spielte er Anfang/Mitte der 80er und noch einmal Ende der 90er recht
erfolgreich für den VfL; schoss 47 Tore in 120 Spielen) Einzug erhielt, machte den bisherigen Erfolg seit dem letzten Wiederaufstieg möglich. Trotz einiger Schlüsselspieler, die am Ende der
letzten Saison den Verein verließen, gelang der sportlichen Führung ein Neuanfang.
Kuntz und Koller verliehen und verleihen aktuell noch dem VfL ein eigenes Profil. Hinter den Verpflichtungen steht die Idee einer bestimmten Spielphilosophie. Zumal mit dauerhaftem Erfolg
Leistungsträger auch eher zu halten sind. Beide passen zudem ideal zum VfL, der auch mit größerem Erfolg finanziell nie große Sprünge machen kann und wird. Allerdings können beide aus den
bestehenden Strukturen, das optimale herausholen bzw. schon vorhandene Ressourcen schärfen und ausbauen.
Es gibt allerdings einen alten Mann beim VfL, der dort schon ewig das Sagen hat und dem die zunehmenden Kompetenzen gerade eines Stefan Kuntz zuwiederlaufen: Werner Altegoer, der Vorsitzende
des Aufsichtsrates. Was hinter den Kulissen genau abgelaufen ist, lässt sich natürlich nicht seriös auf die Distanz beurteilen. Die Tatsache, dass Stefan Kuntz wahrscheinlich seinen Vertrag
nicht verlängern wird, wonach es vor Monaten nicht mal im Ansatz aussah und dem Faktum, dass es im Hintergrund zwischen Kuntz und Altegoer ordentlich gekracht haben muss, lässt
allerdings gewisse Schlüsse zu.
Gerüchteweise soll Kuntz zum 1. FC Kaiserslautern wechseln, womit die sportliche Führung des VfL einen Schlüsselmann verlieren würde, der nicht so einfach adäquat ersetzt werden kann. Opfer
dieses internen Machtkampfes ist dann aber nicht Kuntz, nicht Koller und auch nicht die Mannschaft, sondern die Zukunft des Gesamtvereins und selbstverständlich die Fans.
Der wirklich große Verlierer in diesem Duell, um die Überschrift dieses Artikels aufzugreifen, ist aber Altegoer selbst. Ein Mann, der in dieser Weise einen Verein regelrecht regiert, hat
natürlich immer seine Feinde. Insgesamt genießt er aber durchaus eine Reputation und ein Ansehen unter den Fans, da er sich für die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte mit verantwortlich
zeigt. Durch diese Provinzposse bringt er aber nicht nur Mitarbeiter des Vereins, die Kuntz schätzen, sondern auch in erhöhtem Maße, die Fans, die schließlich einem Verein auch Identität
verleihen und immens wichtig für die Existenz und Zukunft sind, gegen sich auf und entzieht im schlimmsten Fall dem Verein die Möglichkeit das Attribut "Fahrstuhlmannschaft" abzulegen, sprich
sich dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Wo dies dauerhaft auch enden kann, zeigen Vereine wie Fortuna Düsseldorf, derzeit der 1. FC Kaiserslautern u.ä., denen ein stetes Hin und Her
zwischen den Ligen irgendwann finanziell das Genick gebrochen hat.
Diese Sichtweise ist vielleicht sehr pessimistisch. Es scheint aber so, als wolle Altegoer nach wie vor die unumstrittene Nummer 1 im Verein sein ohne charismatischen Nebenmann, der ihm in
irgendeiner Form den Rang abläuft.
Ich hoffe und wünsche dem VfL, das ein möglicher Abgang (noch ist es ja nicht definitiv) von Kuntz, nicht in eine Abwärtsspirale führt. Koller ist ein sehr kompetenter Fachmann und Trainer,
vielleicht lässt sich wieder ein fähiger Mann als Sportdirektor neben ihm installieren. Dazu muss aber auch in der Führung, konkret bei Herrn Altegoer, ein Umdenken stattfinden. Immerhin geht es
um einen Sachbezug, zugegeben mit hohen emotionalen Anteilen, und nicht um das Ego eines alternden Mannes...
Als Fan des SV Darmstadt 98 wird mir in
diesen doch sehr schweren Zeiten (siehe Artikel: SV Darmstadt 98 - Tradition ohne Zukunft) eines bewusst: Solidarität gibt es noch in hohem Maße, zumindest auf der Ebene des Fußballs (ich will da
jetzt auch keine gesellschaftspolitische Note mit reinbringen. Als Sozialpädagoge und langjähriger Pflegehelfer würde das dann zu sehr vom Sport wegführen...;)).
Ein Fanclub von Borussia Mönchengladbach, der im Odenwald ansässig, also einen Katzensprung von Darmstadt entfernt ist, und sich somit sinnigerweise "Odenwälder Fohlen" nennt (mittlerweile über
280 Mitglieder hat) zeigt, dass nicht nur Lippenbekenntnise von außerhalb kommen, sondern auch konkret etwas getan wird. Zum nächsten Heimspiel gegen Schwalmstadt am 04.04. um 19:30 wird dieser
Fanclub im Stadion am Böllenfalltor zugegen sein, versucht dafür seine Mitglieder zu mobilisieren, ebenso aber auch weiter Fanclubs aus der Region. Fans des SV Wehen-Wiesbaden waren schon beim
letzten Spiel gegen Buchonia Flieden zugegen. Jetzt kommen also die Gladbacher, hoffentlich auch zahlreich und verdeutlichen somit, dass Traditionsvereine bzw. deren Fans in schwierigen Zeiten
durchaus zusammenhalten können.
Danke an die Odenwälder Fohlen für diese tolle Aktion!!!
Eine nicht so schöne Meldung ging heute ebenso durch die Medien. Diese möchte ich nachfolgend mal zitieren:
Die Stadt Darmstadt hat plötzlich Geld im Überfluss! Ungefähr 60 Millionen Euro. Das Geld stammt aus der Umverteilung von Anteilen an Tochterunternehmen. Jetzt
plant die Ampel-Koalition im Rathaus, wie die Millionen verwendet werden sollen. Unter anderem sollen Schulen saniert und die Ganztagsbetreuung ausgebaut, sowie der Friedensplatz in der
Innenstadt schöner werden. Außerdem baut die Stadt Schulden ab. Der von der Insolvenz bedrohte Sportverein Darmstadt 98 bekommt nichts ab.
Quelle: FFH.de
Dass die Stadt Darmstadt das Geld beispielsweise in baufällige Schulen investieren will, finde ich löblich. Ich bin selbst in Darmstadt zur Schule
gegangen und kenne die dortigen baulichen Verhältnisse, auch wenn ich diese nie als störend empfunden habe. Mir fallen noch weitere Möglichkeiten ein, gerade im sozialen Bereich, wo das Geld auch
dringend benötigt würde, aber nicht ankommt Das möchte ich an dieser Stelle aber auch nicht vertiefen. Nur soviel: Das ist ein Tiefschlag! Ein weiterer Tiefschlag ist aber, dass die Stadt
nicht erwägt von den 60 Millionen Euro wenigsten einen kleinen Teil dem SV Darmstadt 98 zur Verfügung zu stellen. Ein Fußballverein ist mehr, als sein reiner Ligabetrieb und die damit verbundenen
Heimpsiele. Ein Verein kann zum Stadtmarketing, gerade die "Lilien" mit ihrer Bekanntheit, genutzt werden. Ebenso hängt an den 98ern ein Fanprojekt, das unter
anderem vom Land Hessen finanziert wird, aber mit Sicherheit durch einen Zwangsabstieg aufgelöst würde, mangels Zuschüssen, die dann mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr kämen.
Darmstadt 98 hat viele Jugendliche Fans, die über das Fanprojekt eingebunden werden in Aktionen für ihren Verein. D.h., dass an dieser Stelle auch wichtige Jugendarbeit geleistet
wird. Aber gut: Darmstadt war und ist eine Beamtenstadt. Da hat Fußball nur im Wahlkampf Platz...Sehr traurig!
Wrestlemania - ein Event der Extraklasse, dessen Beginn 1985 mit vielen Fragezeichen versehen war. Vincent Kennedy McMahon hatte damals eine Vision: einen alljährliche Wrestlingveranstaltung, die
zu einem weltweiten Spektaktel des Entertainment-Business werden, ergo das Professional Wrestling mit der Welt des Entertainments verquicken sollte. Das finanzielle Risiko war hoch. Sehr hoch.
Vince und seine Frau Linda investierten alles in diese Veranstaltung und nicht wenige Konkurrenten auf dem Wrestling-Markt erhofften sich ein Scheitern, dieses aggressiven Promoters,
der die vorher so heile und geordnete Welt dieses Sports durcheinander brachte, indem er die Territorien aufbrach und mit seiner Promotion "World Wrestling Federation" in den gesamten
Staaten expandierte und auftrat, dazu auch der Konkurrenz einige Stars wegnahm. Sollte Wrestlemania also scheitern, wäre es vorbei mit der World Wrestling Federation, wie sie damals
noch hieß. Engagiert wurden Prominente wie Cindy Lauper, die dazu auch in einer längeren Fehde steckte und damit das geflügelte Wort der Rock N`Wrestling Connection mit
begründete. Mr.T trat sogar im Main Event mit Hulk Hogan im Team (gegen Roddy Piper und Paul Orndorff) an. Zweiter Referee dieses Matches war Muhammad Ali. Damit wird deutlich: Der
finanzielle Einsatz war ein sehr hoher, allerdings war das Interesse des Mainstreams ebenso nicht gering. So lief im Vorfeld der Veranstaltung ein Special auf MTV. Der Erfolg dieses
Spektakels war also in gewisser vorgeebnet.
Lange Rede - kurzer Sinn: Wie durch den Titel des heutigen Blogs deutlich wird - Wrestlemania war ein bombastischer Erfolg. Ein Erfolg, der bis zum heutigen Tage kontinuierlich gesteigert wurde.
Wrestlemania ist heutzutage eine Veranstaltung, um die, nach ihren Anfängen im Madison Square Garden vor 20.000 Zuschauern, amerikanische Großstädte mittlerweile regelmäßig werben. Dieses
Jahr hat den Zuschlag Orlando bekommen. Wrestlemania wird im Orange Bowl stattfinden vor voraussichtlich 73.000 Zuschauern, nächstes Jahr dürften in Houston ebenso über 70.000 Zuschauer dieser
Veranstaltung beiwohnen. Die PPV Verkäufe weltweit liegen bei knapp 1,1 Millionen Euro. Wrestlemania ist also von einer relativ kleinen (für das Wrestling Business damals Großen) Veranstaltung,
die mit vielen Risiken behaftet war, zu einer bombastischen Veranstaltung gewachsen, die bei World Wrestling Entertainment (so der heutige Name) regelmäßig die Kassen klingen lässt. Um
diesen Erfolg zu bestätigen, müssen sich die Kreativen der weltweit größten Wrestling Promotion aber immer etwas besonderes einfallen lassen. Zwar ist die Veranstaltung bis zu gewissem Grad ein
Selbstläufer, allerdings darf man sich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen, wie die eher schwache Buyrate von Wrestlemania 19 beweist, zumal der PPV diesmal 55 $ kosten wird. In den vergangenen
Jahren gelang der WWE immer ein besonderer Coup: Sei es eine heiße Storyline, wie im Jahre 2005 zwischen Batista und Triple H, oder, natürlich nur unter anderem, den Auftritt von Donald Trump,
der in einem "Kampf der Milliardäre" mit Vince McMahon bei WM 23 einen Höhepunkt fand (stellvertretend für beide traten zwei Wrestler an; der Verlierer bekam eine Glatze rasiert...in diesem Fall
Vince McMahon).
Doch wie sieht es dieses Jahr aus? Hält die Card etwas Besonderes bereit oder hofft WWE auf einen reinen Selbstläufer-Effekt. Nachfolgend möchte ich dem auf den Grund gehen. Doch zunächst die
Card:
WWE Wrestlemania 24
Orlando, Florida, USA
Citrus Bowl
30.03.2008
WWE Heavyweight Title Triple Threat Match
Randy Orton (c) vs. John Cena vs. Triple H
World Heavyweight Title Match
Edge (c) vs. The Undertaker
Ric Flair's Career On The Line Match
Ric Flair vs. Shawn Michaels
Money In The Bank Ladder Match
Carlito vs. Chris Jericho vs. CM Punk vs. John Morrison vs. Montel Vontavious Porter vs. Mr. Kennedy vs. Shelton Benjamin
Singles Match
Floyd Mayweather vs. The Big Show
Tag Team Match
Beth Phoenix & Melina vs. Candice Michelle & Maria
Singles Match
Batista vs. Umaga
Belfast Brawl
Finlay (w/Hornswoggle) vs. John Bradshaw Layfield
ECW Heavyweight Title #1 Contendership Battle Royal
Teilnehmer: Big Daddy V und Kane und Mark Henry und The Great Khali
ECW Heavyweight Title Match
??? vs. Chavo Guerrero (c)
Aus meiner Sicht ist die Card, auch ohne das besondere Bonbon, auf das ich gleich eingehen werde, absolut einer Wrestlemania würdig. Bei dem Match zwischen der Legende Ric Flair und Shawn
Michaels, wird es mit Sicherheit zu einem emotionalen Höhepunkt der Veranstaltung kommen. So, wie es derzeit aussieht, wird der Nature Boy mit diesem Match seine 37jährige Karriere beenden, die
ihm 16 World Heavyweight Titles bescherte. Er ist ein unglaublicher Worker, was er bei WM nochmal unter Beweis stellen wird, zumal er mit Shawn Michaels einen Gegner hat, der auch alles aus ihm
herausholen wird.
Das Money in the Bank Ladder Match ist immer ein Highlight. Der Gewinner dieses riskanten Fights, bei dem die Athleten, um den Sieg zu erringen, einen über dem Ring befestigen Aktenkoffer via
Leiter erreichen und an sich nehmen müssen, gewinnt den Platz des Nummer 1 Herausforderers auf einen World-Title seiner Wahl. Den Zeitpunkt für dieses Match legt er ebenso selbst fest. Eine
Bedingung gibt es: Spätestens bis zur nächsten Wrestlemania muss diese Chance eingelöst werden.
Die Teilnehmer des diesjährigen Matches versprechen eine spannende und hochklassige Auseinandersetzung. Potentielle Gewinner sind:
Chris Jericho (den 8maligen Intercontincental Champion - Rekordhalter dieses Titels), der im vergangenen Jahr seine Rückkehr feierte und in einer kürzeren Fehde schon versuchte Randy Orton den
Titel abzuluchsen.
Mr. Kennedy, der schon letztes Jahr dieses Match gewann, allerdings verletzungsbedingt diese Chance nie einlösen konnte.
MVP: Ein Mann, der zum Start bei WWE viel belächelt wurde, aber ganz deutlich gemacht hat, dass er über sein Können und Charisma das Zeug zum Main Eventer hat.
CM Punk: Aufgrund der Drogen und Steroiddebatte im letzten Jahr, aber auch aufgrund seiner Beliebtheit, ein Mann, den der geneigte Fan auf der Rechnung haben sollte. Ein hervorragender Wrestler,
mit Charisma, sehr gutem Mic-Work und einem Straight Edge Lebensstil. Ergo jemanden den man auch als Vorbild vermarkten kann, was hinsichtlich auf die schon angesprochene Debatte, nicht gerade
schlecht wäre.
Beide World-Title Matches sind mal wieder auf einem sehr hohen Niveau und konsequent über Monate aufgebaut. Es wird interessant sein zu sehen, ob WWE die Winning Streak des Undertaker bei
Wrestlemania aufbricht oder dem Taker eben nochmal einen letzten längeren Run mit dem Titel gibt, somit Edge entthront. Ebenso kann man gespannt auf den Ausgang des anderen Titel-Matches
sein. Potentiell gibt es bei diesem Three Way Dance, der wohl die Veranstaltung schließen wird, keinen Favoriten. Wer einige Insider-Infos schon im Netz gelesen hat, kann einen Favoriten
ausmachen. Auf dem Papier und nach dem Verlauf der Storyline, die sehr ausgewogen verlief bis dato, gibt es diesen allerdings eindeutig nicht. Jeder Athlet hatte seine starken und schwachen
Momente, Momente der Dominanz und Momente der Niederlage.
Die restliche Card hält mit dem Belfast Brawl und dem Match zwischen Umaga und Batista durchaus noch interessante Matches parat. Die ECW-Matches und das Damen Match sind eher Begegnungen,
die die Fans wieder runterkommen lassen soll zwischen den Highlights.
Das besondere Bonbon dieses Jahr: Das Match zwischen Big Show, einem 220 cm und über 200 Kilo schweren Koloss, der schon viele Erfolge in den letzten gut 10 Jahren feiern konnte, tritt gegen den
Boxer Floyd "The Money" Mayweather an, der köperlich seinem Kontrahenten deutlich unterlegen ist. Floyd Mayweather ist schon jetzt eine lebende Boxlegende. Sein Kampf gegen Hutton wurde in den
USA 1,1 Millionen mal verkauft, sein Match gegen de La Hoya gar 2,4 Millionen mal, was einen PPV-Rekord für die Staaten darstellt. Ursprünglich war ein Tag Team Match vorgesehen mit Mayweather
und Rey Mysterio Jr. auf der einen Seite gegen The Big Show und einem weiteren Wrestler auf der anderen Seite. Aufgrund einer schweren Verletzung von Rey wurden diese Pläne allerdings
verworfen.
Das Match selbst wurde hervorragend aufgebaut. Beim offiziellen Wiegen vor 14 Tagen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen der "Gang" von Mayweather, die ihn zum Ring begleitete und
Wrestler, die Big Show zur Seite standen. Das war allerdings kein Teil der Storyline. Vielmehr konnte sich die Gefolgschaft des Boxers nach einem Angriff von Big Show gegen Mayweather nicht am
Riemen reißen. Ein sehr geiler und authentischer Moment, der allerdings beinahe eskaliert wäre. Wie das Match ablaufen wird, dürfte interessant sein. Auf jeden Fall hat die Verpflichtung von
Mayweather der WWE viele Schlagzeilen eingebracht.
Fazit: Wrestlemania wird auch dieses Jahr ein absolutes Highlight sein, das auf keinen Fall enttäuschen kann. Die Mischung aus Entertainment (Snoop Dogg wird eine Rolle beim Damen-Match, um
einen weiteren Prominenten zu nennen) und Wrestling ist einfach wieder perfekt im Einklang, was man bei WWE nicht immer behaupten kann. Zumindest außerhalb der Wrestlemania-Zeit.
Vince McMahon ist seiner Vision von modernem Wrestling, "Sports Entertainment" wie er es nennt, wieder mal gerecht geworden. Das lässt sich schon 6 Tage vor der Veranstaltung sagen.
In diesem Sinne:
Let the Beatings begin...
Der SV Darmstadt 98 feiert am 22.05.2008 sein 110jähriges bestehen. Bis dato war es eine sehr wechselhafte Vereinsgeschichte, vielleicht auch die typische
Geschichte eines Traditionsvereins, dem Machenschaften und Inkompetenzen von Führungsmitgliedern immer wieder zum Verhängnis wurden. Seit dem sang und klanglosen Abstieg aus der 2. Bundesliga im Jahre 1993 wurde diese Problematik am deutlichsten. Die handelnden Personen seit dieser Zeit waren allen voran der
Steuerberater Uwe Wiesinger, der erst ehrenamtlich fungierte und von diesem Amt Mitte der 90er tränenreich zurücktrat, um ein paar Wochen später mit einem lukrativen Beratervertrag ausgestattet
wieder zurückzukehren und die graue Eminenz, der Pate, Walter Grimm. Sicher, ohne ihr umfassendes Sanierungskonzept, wären die 98er Anfang der 90er untergegangen. Der so knapp verfehlte Aufstieg
in der Saison 1987/88, brach dem Verein finanziell das Genick. Ohnehin war die finanzielle Situation in den Vorjahren sehr angespannt.
Das Experiment Bundesliga war ein ruhmreiches, aber auch finanziell Schwieriges. Ruhmreich insofern, als dass die Feierabendprofis Ende der 70er Jahre in aller Munde waren (die ARD widmete sich den Lilien zu dieser Zeit in einer 45minütigen
Dokumentation, die vor der Tagesschau ausgestrahlt wurde) und mit tollem Fußball zu begeistern wussten, der allerdings nicht sonderlich erfolgreich war. Die beiden Ausflüge (ein weiteres Mal
Anfang der 80er) in die Bundesliga waren dank dem Bau einer sauteuren Flutlichtanlage, aber auch erhöhten Transferausgaben beim zweiten Versuch, Jahre, die Schulden hinterließen. Der Verein war
finanziell nie auf Rosen gebettet. Danach begann aber ein stärkerer Schlamassel, der mit dem Scheitern in den Relegationsspielen gegen die Waldhof-Buben 1988, ihren Höhepunkt fand.
Die 90er Jahre waren geprägt vom Abstiegskampf in der Regionalliga, einem Abstieg im Jubiläumsjahr, der gleichzeitig das erste Mal Viertklassigkeit bedeutete. Danach ging es ähnlich weiter. Mit
Michael Feichtenbeiner und Bruno Labbadia klopfte man immer mal wieder an das Tor zur 2. Bundesliga, der Eintritt wurde seit dem Jahre 2000 aber leider dreimal verwehrt. Schlussendlich stiegen
die Lilien nach einer katastrophalen Saison 2006/2007 in die Oberliga Hessen ab. Fatal: Durch die Einführung der 3. Bundesliga, kann sich der SVD nur in der vierten Liga halten und nicht
aufsteigen. Sprich: Sofern die Mannschaft unter die ersten vier kommt, wonach es momentan aussieht, ist nur eine Qualifikation für
die Regionalliga möglich, die ab nächster Saison aber eben nur einer vierten Klasse entspricht.
Die 3 Abstiege in die Oberliga Hessen sind Herren wie Wiesinger und Grimm zu verdanken, die machtgeil an ihren Stühlen bzw. ihrem Beratervertrag ("De Uwe macht des schon") klebten. Grimm trug
zwar ab einem gewissen Zeitpunkt keine Verantwortung mehr, allerdings wurde sein System aufrecht erhalten, indem er Lakaien einschleuste, die so inkompetent und grimmhörig waren, das auch "de
Uwe" weiter schön kassieren konnte.
Durch die katastrophale letzte Saison und dem Druck der Fans, geschah aber für uns Lilienfans eine Art Wunder. Dank der Hilfe unseres Oberbürgermeisters Walter Hoffmann wurde eine sehr kompetente Führungsteam zusammengestellt, das
sich im September letzten Jahres zur Wahl stellte und einstimmig gewählt wurde, während sich die Vorgänger komplett zurückzogen, der Beratervertrag mit Uwe Wiesinger wurde aufgrund seiner
Einseitigkeit gekündigt.. Der Neuanfang war also gemacht und das junge Team, welches von Gerhard Kleppinger und Tom Eilers zusammgestellt wurde, sorgte in der Liga für Furore. Unter den Fans
brach eine Welle der Begeisterung aus, das Präsidium bildete Arbeitskreise, deren Ergebnisse in 2 Monaten vorgestellt werden sollten, Sponsoren standen für nächste Saison schon in Reihe und die
sportliche Perspektive war dauerhaft gegeben.
Anfang Dezember nahm das Finanzamt Ermittlungen auf. Angestoßen wurden diese von einen anonymen Brief, der dem Sturz des vorherigen Präsidiums gewidmet war. Dies wurde von Fanseite zur Kenntnis
genommen, war aber kein großes Thema mehr. Bis zum 06.03. diesen Jahres. Schon eine Woche vorher kündigte das Präsidium an, dass nächste Woche, nach einem weiteren Treffen mit dem Finanzamt, eine
für den Verein zukunftsweisende Meldung kommen werde. Spekuliert wurde über Rückzahlungen im unteren 6stelligen Bereich. Was dann kam, war allerdings ein riesen Schock. Das Finanzamt forderte für
die Jahre 2003 - 2007 eine Nachzahlung für Lohnsteuer und Sozialabgaben von 1,1 Millionen Euro, der Verein muss sich jetzt einem Insolvenzverfahren stellen. Der Insolvenzverwalter prüft schon, ob
ein entsprechendes Verfahren aufgenommen wird. Die Folge wäre: Abstieg in die Landesliga Süd. Zu verdanken ist dies dem System Wiesinger, ausbaden dürfen es die neuen Verantwortlichen und allen
voran die Fans, die das Besondere in Darmstadt ausmachen. Denn: Trotz der mageren Jahre seit 1993, hat der Verein immer noch 2000-4000 Zuschauer, die für eine unvergleichliche Atmosphäre frei von
Event und Standardgesängen sorgen. Fangruppen bspw., die von den 80er Jahren und somit sehr englisch geprägt sind, aber natürlich unsere Ultras, deren Einsatz nicht geschmälert werden soll.
Seitdem laufen viele Aktionen, über die ich hier noch informieren werde. Zum ersten Spiel nach dem Insolvenzantrag konnten immerhin 5200 Zuschauer mobilisiert werden. Nach dieser
Vereinsgeschichte, aber auch nach dem unglaublich verkorksten letzten Jahr, ein toller Erfolg.
Der SV Darmstadt 98 hat eine ruhmreiche, wenn auch recht titellose Vergangenheit. Jahre wie diese ließen den Verein deutschlandweit
in aller Munde sein. Auch die Relegationsspiele gegen Mannheim, ein 7:0 gegen den 1.FC Nürnberg in den 70ern oder die Pokalspiele gegen Freiburg und St. Pauli 2001 waren schöne Erfolge. Doch das
ist Vergangenheit. Jetzt zählt es über diverse Aktionen seitens der Fans und die Arbeit des Präsidiums Gelder zu acquirieren und Menschen zu mobilisieren. Die Solidarität in Fußball-Deutschland
für den SV 98 ist immens hoch.
Danken möchte ich an dieser Stelle:
Den Verantwortlichen und Fans des SV Wehen-Wiesbaden
Den Verantwortlichen des KSV Hessen Kassel
Den Verantwortlichen und Fans des FSV Mainz 05
Den Verantwortlichen des FSV Frankfurt
Den Verantwortlichen der Offenbacher Kickers
Den Fans des SV Werder Bremen
Den Usern, die mir mit ihren Kommentaren, aber auch Spendenzusagen, ebenso Zuversicht geschenkt haben.
Danke auch an die ENTEGA, die nach dem Abtritt der Wella AG so spontan als Trikotsponsor eingesprungen ist. Das ist wirkliche Solidarität!
In den Wochen und Monaten nächsten gilt:
RETTET DIE LILIEN!
Dieser Traditionsverein, mit seinen für Fankultur in Deutschland immens wichtigen Fans, der Atmosphäre am Bölle und seiner Geschichte, darf nicht sterben.
Wer spenden möchte:
Fanverein Darmstadt 98
Volksbank Darmstadt
BLZ: 508 900 00
Kto: 937 215
Jede Hilfe wird gebraucht, damit diese ruhmreiche Geschichte eine Fortsetzung finden kann.
I`m Darmstadt til I die!
Austin3:16
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